Pop_News_20.01.17
McCartney will Rechte bei Sony/ATV einklagen

McCartney will Rechte bei Sony/ATV einklagen

Paul McCartney fordert vom Musikverlag Sony/ATV Music Publishing die Rechte an zahlreichen Songs zurück. Um seine Position durchzusetzen, reichte er nun Klage in New York ein. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen Songs der Beatles, die McCartney zwischen 1962 und 1971 mit John Lennon geschrieben hat. Nach dem US-amerikanischen Copyright Act können Songwriter Rechte, die sie an Verlagspartner übertragen haben, nach einer gewissen Zeitspanne zurückfordern. Laut diversen Medienangaben soll McCartney Sony/ATV seit 2008 bereits mehrfach darüber informiert haben, davon Gebrauch machen zu wollen. Da er bislang offenbar keine entsprechenden Reaktionen erhielt, geht der frühere Beatles-Musiker nun vor Gericht. Sony/ATV streicht zwar heraus, Paul McCartney auch weiterhin in höchstem Maße zu respektieren, zeigt sich jedoch zugleich enttäuscht vom Vorgehen des langjährigen Partners und wertet die Klage als "unnötig" und "voreilig".

Michael Jackson hatte die Verlagsrechte an 267 Songs der Beatles im Jahr 1985 für 47,5 Millionen Dollar erworben und damals McCartney und Yoko Ono ausgestochen. Zehn Jahre später führte er den ATV-Katalog mit rund 4000 Songs in ein Joint Venture mit dem Sony-Konzern. Im Oktober 2016 hatte der Sony-Konzern den Musikverlagsarm Sony/ATV komplett übernommen und kaufte die Nachlassverwalter von Michael Jackson aus dem seit 1995 als Gemeinschaftsunternehmen geführten Sony/ATV Music Publishing heraus. Der Deal hatte ein Volumen von 750 Millionen Dollar. - © Foto: Universal Music
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