Pop_News_09.01.26
THE BROS. LANDRETH - ZWISCHEN TRADITION UND HEUTE

THE BROS. LANDRETH - ZWISCHEN TRADITION UND HEUTE

Die heilige, ewige Bruderschaft! Es ist bereits zwölf Jahre her, dass sich Joey und David Landreth zusammen taten, um eine Band ins Leben zu rufen, welche das Duo als Nukleus mit stetig wechselseitigen Mitstreitern anführt. „Streit gibt es praktisch nie zwischen uns“, meint David im telefonisch geführten Interview, „stattdessen hegen wir eine Art telepathisches Verhältnis zueinander. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir Beide ein harmonisches Familienleben führen. Wir lieben unsere Frauen. Dazu gesellt sich bei mir ein Sohn, Joey hat bereits zwei Kinder. So etwas lässt kein Spur und Zeit für Missmut.“
Musikalisch wollen die selbst ernannten „Seelenverwandten“ sich laut David „stetig weiterentwickeln. „Dog Ear“ ist bereits unser viertes Album. Darauf zu hören ist noch mehr als sonst Musik zwischen Tradition und Moderne, es gibt Blues, Ethno und Americana, irgendwo zwischen unseren Heroen Ry Cooder, Bonnie Raitt und Little Feat, denen wir unseren eigenen Stempel aufdrücken. Wir lassen uns beeinflussen und versuchen selbst, jungen Musikern Einfluss zu sein.“
Bereits mit ihren ersten akustischen Auftritten in der Öffentlichkeit wurden die Brüder aus dem kanadischen Winnipeg mit bis heute zwei JUNO-Prämien ausgezeichnet, dem kanadischen „Grammy“. Die beiden Anfang-Vierziger (Dave ist der Ältere) beschreiben „Dog War“ als ein „zutiefst persönliches und emotional berührendes Werk, das Themen wie Familie und die Suche nach Stabilität im nomadischen Leben eines Tourmusikers erkundet“, meint David, es geht seiner Ansicht nach „darum herauszufinden, was es bedeutet, eine konstante Kraft im Leben der Menschen zu sein, die einem wichtig sind."
Das Album fängt eine rohe und fokussierte Energie im Studio ein, bestehend aus einer Handvoll magischer Erstaufnahmen und besonderen Kollaborationen mit der Pop-Sängerin Begonia (die auf der aktuellen Tour auch als Special Guest dabei ist), dem Keyboarder Glenn Patscha und einem kraftvollen Gastgesang von ihrem langjährigen Idol Bonnie Raitt, die auf zwei Tracks zu hören ist. Die Band hofft letztlich: „Vielleicht bleibt etwas auf dieser Platte in deinem Kopf hängen oder schlägt Wurzeln in deinem Herzen... Vielleicht wird sie ihren Weg in eine kleine nützliche Ecke deines Lebens finden, so wie es Songs manchmal tun können.“

MICHAEL FUCHS-GAMBÖCK

THE BROS. LANDRETH
„Tumbling Wild“-Tourdaten
Special Guest: Begonia

15.02.26, München - Live Evil
16.02.26, Berlin - Frannz Club
21.02.26, Hamburg, Bhf Pauli
24.02.26, Frankfurt, Brotfabrik
25.02.26, Köln, Luxor
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