![]() | Jazz_News_09.01.26 CAFÉ DEL MUNDO - DIE LIVE-REVOLUTIONWas man einer akustischen Revolution mit gerade mal zwei Flamenco-Gitarren im Zentrum doch alles abverlangen kann - zumindest wenn man Alexander Kilian und Jan Pascal ist, zwei Großmeister auf den sechs Saiten. Von Album zu Album verlangen die beiden Herren aus dem Odenwald, das sich Café del Mundo nennt, ihren geneigten Hörern mehr ab. Auf „GuitaRevolution Symphonic“ hat man sich dieses Mal mit gut 50 Mitwirkenden vom „Deutschen Filmorchester Babelsberg“ zusammen getan, um 14 Tracks der unterschiedlichsten Komponisten komplett neu zu interpretieren.
„Für mich ist das Arbeiten mit einem Orchester der emotionalste Akt de Komponieren überhaupt“, meint Jan. „Das Chiffrieren und Dechiffrieren ist unglaublich spannend. Zudem haben wir versucht, dem Geschen das Intellektuelle zu rauben. Dadurch erreichen wir ein jüngeres und hoffentlich auch ganz junges Publikum.“ Im Angebot hätten wir etwa Kompositionen von Ennio Morricone, Sergej Rachmaninow, Coldplay, Michael Jackson oder AC/DC, um nur einige zu nennen. Im Fokus steht zwar nach wie vor die Flamenco-Gitarre, doch für das globale, atmosphärische, charakteristische Moment zeichnet sich das sinfonische Orchester aus. Und natürlich tut das Magisch-Grenzenlose sein übriges, um für eine ganz eigene Stimmung zu sorgen. Das hier ist eine Party der ganz eigenen Art. „Interessanter Weise finden wir auf der Produktion sieben Balladen, de eher meinem Naturell entsprechen“, erläutert Jan. „Und sieben härtere Stücke, die Favoriten von Alex sind. Letztlich aber sind die Lieder in ihren Genres Allsamt echte Hits. Pro Track haben wir etwa einen Monat Zeit benötigt. Denn Partituren und Arrangements schreiben, dauert seine Zeit.“ Alex fügt hinzu: „Wir als Duo sind die kleinste Band der Welt. Genau dadurch besitzen wir sämtliche kreative Freiheiten. Schließlich sind wir enge Seelenverwandte. Wir sind ein symbolisches Paar. Außerdem leben wir im Café del Mundo, also einem Ort der ständigen Begegnung. Schön langsam werden Jan Pascal und Alexander Kilian inzwischen nervös. Die Konzert-Tournee der beiden grandiosen Flamenco-Gitarristen nähert sich unaufhaltsam. „GuitaRevolution“ ist das Motto der Ochsentour: Zwei Gitarren duellieren sich dabei mit dem Orchester der „Neuen Philharmonie Frankfurt/Main“. Zu lauschen bekommen wird der neugierige Besucher einen höchst originellen Stilmix aus Rock- und Pop-Klassikern, traditionellen Kompositionen sowie eigenen Stücken. Pascal und Kilian wollen mit diesem Programm laut eigener Aussage „vielfältigste Emotionen freisetzen, magisch verzaubern und die Anwesenden von den Stühlen reißen gleichermaßen, das Leben in all seiner Pracht feiern, sprich - sämtliche Grenzen überwinden.“ Tatsächlich ist sich das optimistische Duo in enger Freundschaft verbunden, man kennt sich seit bald 20 Jahren. „Alexander ist mir 2007 über den Weg gelaufen“, lacht Pascal. „Er kam zu einem meiner Gitarren-Workshops. Ansonsten litt er an Liebeskummer. Er ist seither der kleine Bruder, den ich mir immer gewünscht hatte.“ Doch was verbindet in erster Linie die beiden Ausnahme-Musiker? „Mein Kreativpartner und ich entstammen unterschiedlichen Genres“, meint Pascal, der wie sein Mitstreiter virtuos die verschiedensten Flamenco-Gitarren zupft. „Während ich aus der Klassik komme, ist Alexander Jazz-Anhänger. Doch auch der Punk ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen, in seiner Wildheit. Ganz zu schweigen von dem üppigen Sound, den Orchester zu erzeugen wissen. Diesen mächtigen Resonanzkörper möchten wir mit unserem „Symphonic“-Liveprogramm unbedingt wiederbeleben.“ Das Meisterwerk „Symphonic“, nach dem die Tournee im Untertitel benannt ist, wurde 2023 mit keinen Geringeren als dem englischen „Royal Philharmonic Orchestra“ eingespielt, selbstredend erneut wie bereits der Vorgänger „Famous Tracks“ in den heiligen Hallen vom kultigen Londoner „Abbey Road“-Studio. Im Anschluss absolvierte das rührige Duo Gigs in den unterschiedlichsten Besetzungen und Auftrittsorten, etwa in Frankreich, Polen, Italien oder Tschechien. Und im kommenden Frühjahr folgen also die 14 Gastspiele zu Hause im Rahmen der „GuitaRevolution“. Jan Pascal ist überzeugt: „Jeden einzelnen Besucher wird ein ganz besonderes Erlebnis in den Bann schlagen, das niemand je vergessen wird.“ MICHAEL FUCHS-GAMBÖCK Foto: Alec Sander KONZERTDATEN 2026: 22.02.2026 – München, Isarphilharmonie 07.03.2026 – Hamburg, CCH Saal 1 08.03.2026 – Berlin, Admiralspalast 09.03.2026 – Dresden, Kulturpalast 10.03.2026 – Nürnberg, Meistersinger Halle 11.03.2026 – Düsseldorf, Tonhalle 13.03.2026 – Lingen, Emsland Arena 14.03.2026 – Rostock, Stadthalle 22.03.2026 – Leipzig, Haus Auensee 23.03.2026 – Frankfurt, Alte Oper 24.03.2026 – Duisburg, Theater am Marientor 25.03.2026 – Stuttgart, Liederhalle 26.03.2026 – Heilbronn, Harmonie 28.03.2026 – Bremen, Metropol Theater
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