High Fidelity_News_21.04.18
Deutschland bleibt CD-Land – vorerst

Deutschland bleibt CD-Land – vorerst

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die CD nach wie vor der Umsatzträger Nr. 1 der deutschen Musikindustrie. Sie steht immer noch für gut 45 % der gesamten Einnahmen der Branche, wenn auch mit rückläufiger Tendenz (-16 % in 2017 im Vergleich zum Vorjahr). Audio-Streaming-Dienste bescherten den Labels einen Anteil von 35 % am Gesamtumsatz (+43 %). Auf dem Rückzug (-19 %) sind dagegen die Downloads, die jetzt nur noch knapp 10 % zu den gesamten Einnahmen beitragen. Die Vinyl-LP konnte leicht zulegen auf einen Anteil von 4,6 % am Umsatz. Diese Zahlen hat der Bundesverband Musikindustrie veröffentlicht. In den USA spielt die CD indes nur noch eine Nebenrolle: Sie steuert nur noch 12 % zu den Einnahmen der dortigen Musikindustrie bei (7 % weniger als im Vorjahr), wie deren Dachverband RIAA meldet. Den Löwenanteil stellt mit fast Zweidritteln des Umsatzes das Musik-Streaming (in 2017 43 % mehr als im Vorjahr). Die Download-Einnahmen brachen dagegen um 25 % ein und kommen jetzt nur noch auf 15 % des Gesamtumsatzes. Zulegen (+9 %) konnte auch in den USA die Vinyl-LP auf einen Anteil von rund 5 %.
www.musikindustrie.de, www.riaa.com
Grafik: Bundesverband Musikindustrie
Zu den High Fidelity_News
tonart Ausgabe Herbst 2018/3

Magazin lesen