Klassik_News_08.03.17
Opernsänger Kurt Moll ist tot

Opernsänger Kurt Moll ist tot

Mit seinem samtigen Bass begeisterte Kurt Moll über Jahrzehnte ein breites Publikum. Nun ist der Münchner Opernsänger nach langer Krankheit 78jährig gestorben.
"Wie kein anderer vermochte es Kurt Moll, die großen Bass-Partien von Wagner, Mozart und Strauss zum Leben zu erwecken", sagte der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler. "Sein Tod ist ein großer Verlust für die Bayerische Staatsoper und alle unsere Mitarbeiter, für sein Publikum in München, Deutschland und der ganzen Welt."
Den internationalen Durchbruch feierte Kurt Moll 1970 bei den Salzburger Festspielen als Sarastro in Mozarts "Zauberflöte" - eine seiner Paraderollen, die ihn sein ganzes Leben hindurch begleiten sollte.

Bayerische Staatsoper widmet Vorstellung dem Verstorbenen

Sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper gab Moll 1971 - als Einspringer in "Die Meistersinger von Nürnberg". Auch die Partie Veit Pogners zog sich durch seine Karriere. Darüber hinaus sang er zahlreiche andere Wagner-Partien, und natürlich Osmin in "Die Entführung aus dem Serail". Die Staatsoper widmet die nächste Vorstellung dieser Mozart-Oper am 24. März 2017 dem Verstorbenen.
Über Jahrzehnte hinweg wurde Moll gefeiert und galt als einer der wichtigsten Interpreten seines Fachs. Er sang auf allen großen Bühnen der Welt. 45 Jahre blieb Moll seinem Publikum in der bayerischen Landeshauptstadt treu, bevor er sich 2006 verabschiedete.
Bild-Credit: S.Toepffer
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