High Fidelity_News_13.07.12
Sat-Empfang via WLAN

Sat-Empfang via WLAN

Tablet-PCs wie das iPad sind ideal auch als Zweitfernseher geeignet. Über kleine Steckadapter empfangen Sie zum Beispiel die terrestrisch ausgestrahlten DVB-T-Programme. Aber auch die Satellitenbranche hat das Thema aufgegriffen. Weil man aber nun kein Koax-Kabel ans iPad stöpseln kann, ist sie auf eine ziemlich clevere Alternative gekommen: Ein stationärer Sat-Tuner wird mit der Schüssel verbunden, empfängt das gewünschte TV-Signal, setzt es ins IP-Protokoll um und speist es über ein LAN-Kabel oder auch drahtlos ins vorhandene Heimnetz ein. Von dort kann es von beliebigen Endgeräten abgegriffen werden. Auf dem Tablet sorgt eine spezielle App für die Kommunikation mit dem stationären Tuner, für die Programmauswahl und die Darstellung des Signals. Der Satellitenbetreiber Astra geht nun noch einen Schritt weiter und möchte auch stationäre Fernseher via Heimnetz statt über Koax-Kabel mit den Satellitensignalen versorgen. Irgendwo auf dem Dachboden, in der Nähe der Schüssel, steht dann eine Empfangsbox mit Vielfach-Tuner, die mehrere Programme ins Heimnetz einspeisen kann. Fernseher mit Netzwerkanschluss können mit der Empfangsbox kommunizieren und das gewünschte Programm abrufen. Ein herkömmlicher Sat-Empfänger an jedem TV-Gerät ist dann nicht mehr erforderlich. Der Vorteil: Statt der umständlichen Koax-Verkabelung, bei der jedes Endgerät direkt mit der Schüssel verbunden werden muss, könnte das Daten-Heimnetz genutzt werden – via LAN oder WLAN oder auch über Powerline, also die Datenübertragung via Stromnetz. Astra hat einen entsprechenden Standard entwickelt und zur Normung eingereicht. Er nennt sich „Sat>IP“. Erste Geräte nach diesem Standard sind Elgatos „eyeTV Netstream Sat“ (um 200 Euro) für den Empfang am iPad und der „Digibit R1“ von Telestar als Sat>IP-Server (um 250 Euro). - © Foto: Elgato
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